«Die Flumserei bietet genau die richtige Mischung aus Alt und Neu – und dazu einen einmaligen Ausblick auf die Churfirsten.»

Im Gespräch mit den Architekten Roger Moos und Roman Giuliani

Das renommierte Architekturbüro Moos Giuliani Herrmann hat den Architektur-Wettbewerb für den Einbau von 83 Mietwohnungen in den historischen Hauptbau der Flumserei gewonnen. Im Gespräch erklären die beiden Architekten, was sie mit dem Gebäude vorhaben.

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Was macht das Projekt «Flumserei» für Sie spannend?

Die geografische Lage mit der wunderschönen Aussicht macht das Areal zu einem eindrücklichen Ort. Die Dimension und Architektur dieses imposanten Industriegebäudes birgt zusätzliche Reize.

Ihr Architekturbüro moos. giuliani. herrmann. hat den mehrstufigen Wettbewerb für die Umnutzung der ehemalige Spinnerei Spoerry gewonnen.  Was ist Ihre Vision für die Flumserei?

Unser Ziel ist es, gute Wohnungen anzubieten und dabei den Fabrikcharakter und die Authentizität des Gebäudes zu erhalten, sowie ein zum Wohnen attraktives Umfeld zu schaffen.

 

Sie haben breite Erfahrung im Umbau von alten Gebäuden. Was waren die grössten Herausforderungen während des Studienauftrags? 

Der Umgang mit der enormen Gebäudetiefe stellt eine spezielle Herausforderung dar. Wir glauben, dank den geplanten Lichthöfen eine gute Lösung für die natürliche Belichtung der Treppenhäuser und Mittelzonen der Wohnungen gefunden zu haben. Die grossflächigen Gangzonen und Abstellräume bringen eine zusätzliche Grosszügigkeit ins Projekt.

Und wie geht die Planung für den Umbau voran, was sind die nächsten Schritte?

Bis Ende August 2016 wurde das Spinnereigebäude einem intensiven Gebäudecheck unterzogen und mit den verschiedenen Ämtern wurden wichtige Vorabklärungen gemacht. Bis Ende Februar dieses Jahres wird nun in Zusammenarbeit mit den Fachplanern das Vorprojekt und die Kostenschätzung erstellt, damit der Verwaltungsrat der Innobas im März 2017 über die Freigabe der Arbeiten zum Bauprojekt und zur Baueingabe entscheiden kann.

Wie wird das neue «Quartier» Flumserei das Dorf Flums bereichern?

Wir hoffen, dass das Projekt das Dorf Flums vielfältig beleben und bereichern wird – wie in der Gründerzeit.

Woher holen Sie sich Inspirationen für dieses Projekt?

Als Inspiration greifen wir auf unsere Erfahrungen und die Auseinandersetzung mit anderen Umnutzungsprojekten zurück.

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Roger Moos

wurde am 27. November 1967 in Zürich geboren. Seit 1995 ist er bei Moos Giuliani Herrmann Architekten.

Funktion
Geschäftsleitungsmitglied, Projektentwicklung und Entwurf

Engagement
Mitglied der Stadtbildkommission Wetzikon
Mitglied der Kulturkommission Uster
Mitglied der Heimatschutz- und Stadtbildkommission Dübendorf
Mitglied der Natur- und Heimatschutzkommission des Kantons Zürich
Dozent für Entwurf und Konstruktion an der ZHAW

Passion
Kunst, Segeln, Kochen

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Roman Giuliani

wurde am 15. November 1968 in Schaffhausen geboren. Seit 1995 ist er bei Moos Giuliani Herrmann Architekten.

Funktion
Geschäftsleitungsmitglied, Projektentwicklung, Entwurf

Engagement
Grossratsmitglied Kanton Thurgau bis Juni 2016
Mitglied der Raumplanungskommission Kanton Thurgau (bis Juni 2016)
Mitglied der Regionalkonferenz Zürich Nordost
Mitglied der Fachgruppe Oberflächenanlage Zürich Nordost
Bankratsmitglied Kantonalbank Thurgau
Vorstandsmitglied Kurskommission Zeichner Fachrichtung Architektur Schaffhausen
Vorstandsmitglied Rhysolar

Passion
Politik, Ski, Kunst

moos. giuliani. herrmann. architekten.

Im Lot 8, 8610 Uster
Telefon +41 44 905 29 29
Fax +41 44 905 29 28

architekten@mgh.ch |  www.mgh.ch

Weitere Standorte
Diessenhofen, Andelfingen und Schaffhausen

Gründung
1995

Partner
Roger Moos
Roman Giuliani
Christian Herrmann

Architekturwettbewerb

Die Innobas AG, Eigentümerin und Betreiberin der Flumserei, plant, die restlichen knapp 20‘000 m2 im Hauptbau umzunutzen: In den Spinnereisälen aus dem Jahre 1866 soll einzigartiger Wohnraum entstehen.
In einem zweistufiger Architektur-Wettbewerb im Einladungsverfahren wurden Nutzungsstudien und -ideen sowie Ansätze für marktgerechte, kleinere und damit ökonomisch interessante Etappierungsmodule für den Hauptbau eruiert. Ebenso wurden Erschliessungs-, Gestaltungs- und Parkierungskonzepte für das gesamte Areal gesucht. Aktuell wird das Siegerprojekt des Architekturbüros Moos Giuliani Herrmann weiter vertieft und ausgearbeitet.